Ich arbeite vorwiegend bildhauerisch. Erfahrungsbasiert. Prozessorientiert. Poetisch. Die Themen Kommen und Gehen, Herkunft, Wegstrecken und Beheimatung ziehen sich als roter Faden durch meine Arbeiten.
Ich fühle mich der klassisch bildhauerischen, traditionell handwerklichen Arbeitsweise, vor allem am Stein, sehr verbunden. Skulptur und Form sind in meiner Arbeit im Vordergrund, begleitend erscheinen Material- und  Bewegungsbilder, Text und Poesie. Seit einigen Jahren rückt das Sammeln und Zusammenbringen von Materialien, das Vereinen und Neubildende vermehrt in meinen Fokus.


Das Tastende und die Berührung meiner Hände sind wichtig, ebenso das Material mit dem ich arbeite, seine Herkunft und seine Bezüge. Erde auf der ich stehe, Orte an denen ich Steine und Sande sammle, Öfen und Feuerstellen von denen ich Asche nehme, Bäche und Seen aus denen ich Wasser schöpfe sind von Bedeutung für meine Arbeiten. Prägend in meiner spezifischen Gusstechnik der dreidimensionalen Arbeiten sind die Tätigkeiten sammeln, graben und bergen.


Sammeln, graben, bergen - in diesem Prozess selbst wird der Aspekt der Beheimatung bedeutsam. In meiner Vision für die Zukunft werden meine Arbeiten größer, und es entstehen Projekte, an denen viele Menschen Teil sein können, so dass im gemeinsamen Tun eine Ebene für Annäherung, Begegnung und Verständigung gesucht und gebildet wird - im sammeln, graben, bergen.

 

Monika Majer, Januar 2019