Ich arbeite vorwiegend bildhauerisch. Erfahrungsbasiert. Prozessorientiert. Poetisch. Die Themen Kommen und Gehen, Herkunft, Wegstrecken
und Beheimatung ziehen sich als roter Faden durch meine Arbeiten.
Ich fühle mich der klassisch bildhauerischen, traditionell handwerklichen Arbeitsweise, vor allem am Stein, sehr verbunden. Skulptur und Form
sind in meiner Arbeit im Vordergrund, begleitend erscheinen Material- und Bewegungsbilder, Text und Poesie. Seit einigen Jahren rückt das
Sammeln und Zusammenbringen von Materialien, das Vereinen und Neubildende vermehrt in meinen Fokus.


Das Tastende und die Berührung meiner Hände sind wichtig, ebenso das Material mit dem ich arbeite, seine Herkunft und seine Bezüge. Erde
auf der ich stehe, Orte an denen ich Steine und Sande sammle, Öfen und Feuerstellen von denen ich Asche nehme, Bäche und Seen aus denen
ich Wasser schöpfe sind von Bedeutung für meine Arbeiten. Prägend in meiner spezifischen Gusstechnik der dreidimensionalen Arbeiten sind
die Tätigkeiten sammeln, graben und bergen.


Sammeln, graben, bergen - in diesem Prozess selbst wird der Aspekt der Beheimatung bedeutsam. In meiner Vision für die Zukunft werden
meine Arbeiten größer, entspringen der Erde und bekommen partizipativen Charakter, so dass im gemeinsamen Tun eine Ebene für
Annäherung, Begegnung und Verständigung gesucht und gebildet wird - im sammeln, graben, bergen.